Urlaub in Deutschland

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Sonntag, 26. August 2012

Lüneburger Heide: NABU-Wildtiernis

Heide-Tipps vom Bauernhof Beckmann in Meißendorf, zentral gelegen zu vielen Freizeit-Attraktionen der Lüneburger Heide. Aber ist gibt eine große Attraktion gleich am Ort: die "Wildtiernis" auf NABU Gut Sunder.
`Sehen, was sonst verborgen ist`, heißt es im Tierfilmzentrum `Wildtiernis` im Naturschutzgebiet Meißendorfer Teiche. Neun Kameras übertragen Aufnahmen von frei lebenen Tieren, wie sie so noch nicht gezeigt wurden. Zu bestaunen sind die Aufnahmen in einer interaktiven Ausstellung.
Ein Dachs `heimlich` beobachtet bei der Vorbereitung des Baus für den Winter, der Steinmarder bei seinen sonst nie beobachtbaren nächtlichen Aktivitäten, Fuchs, Bisamratte und Ringelnatter - die Wildtiernis bietet nie dagewesene Möglichkeiten der Tierbeobachtung.
Ein umfangreiches Seminarangebot, die Ausbildung zum Juniornaturschutzberater, Klassenfahrten und Gruppenangebote für alle Altersklassen locken jährlich viele Gäste auf das Gelände des ehemaligen Teichgutes.

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Freitag, 24. August 2012

Heideblütenfest Meißendorf

Tipp vom Ferienhof Beckmann: Das kleine Dorf Meißendorf in der Lüneburger Heide - Ortsteil von Winsen an der Aller - feiert seit nahezu 50 Jahren ein temperamentvolles Dorffest mit Wahl einer eigenen Königin: das Heideblütenfest Meißendorf. Jeweils am letzen Wochenende im August, wenn nämlich die Heide blüht, krönt die Bevölkerung eine junge Frau oder ein Mädchen ab 16 Jahren für ein Jahr Regentschaft zur Heidekönigin.
Die Region bietet viele Freizeitmöglichkeiten: Winsen (Aller) verfügt über 170 km ausgewiesenen Wanderwege und eine Vielzahl an Radwanderwegen und besitzt mit dem Allerradweg die schönste Verbindung zwischen dem Weser- und dem Elberadweg. Mischwald, Wiesen und Moore prägen das Landschaftsbild der Gemeinde.Die teilweise unberührte Natur ist Heimat vieler bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Nicht umsonst hat der NABU Niedersachsen auf dem Gut Sunder eine Naturschutzakademie eingerichtet.
Der Ferienbauernhof Beckmann ist mittendrin und bietet ganzjährig 2 Ferienwohnungen mit 2-6 Betten, Garten, Spielplatz, Grillmöglichkeit und - im Sommer - Swimmingpool.
Mehr Info zu Meißendorf meissendorf.info (private Site)

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Mittwoch, 4. Juli 2012

Kyritz-Ruppin: Bombodrom wird Öko-Park

Wittstock. Hier hat die Heide gewackelt. Und das mehr als fünf Jahrzehnte lang. Das 120 Quadratikometer große Gebiet in der Kyritz-Ruppiner Ebene war seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges vor allem eines: Testgelände für Kampfmittel. MiG- und Suchoj-Piloten der sowjetrussischen Luftwaffe testeten hier neue Luft-Boden-Raketen, radargelenkte Bomben und Streumunition. Erdkampftruppen hantierten mit Anti-Personen-Minen und zahlreichen Granattypen.
Rossow - Auf dem ehemaligen Bombodrom bei Wittstock will die Heinz-Sielmann-Stiftung eine seltene Landschaftsform erhalten. In den nächsten Jahren sollen Wanderwege angelegt werden. Doch dazu muss auch noch einiges an Munition entfernt werden. berliner-zeitung.de 30.06.2012
Nach der Wende kam die Bundeswehr und übte mit ihren Phantoms, Tornados wie den von der NVA-Luftwaffe übernommenen MiG-29-Jets munter weiter. Den Einwohnern der Anliegergemeinden ging das allmählich auf den Keks. Und 2009 war Schluß mit lustig. Da entschieden schließlich die Richter über sich häufende Klagen: Die weitere militärische Nutzung des im Umgangssprachgebrauch als Bombodrom bezeichneten Areals wurde klipp und klar untersagt.

Die Hinterlassenschaft in der gemarteten Erde ist gewaltig. Narben werden hier lang nicht heilen. Wieviele der über eine Million benutzten Sprenkörper heute noch als gefährliche Blindgänger in der freien Natur herumliegen, weiß niemand genau. Das Gebiet ist weiträumig mit Warnschildern versehen: Spaziergänge in der verwüsteten Landschaft sind strengstens verboten, da immerhin lebensgefährlich.


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Mit dem Status quo wollen sich "Heide-Aktivisten" auf lange Sicht nicht zufrieden gegeben. Die 1994 nach dem Tierfilmer Heinz Sielmann gegründete gleichnamige Stiftung startet ein Projekt: Sie will das alte Testgelände komplett entseuchen, die einzigartige Landschaft erhalten und final für den sanften Tourismus erschließen. Ein Mammut-Unternehmen. Denn die derzeit verfügbaren Gelder (rund 300000 Euro pro Jahr) sind knapp und ganze zehn Mitarbeiter mit den Problemem vor Ort aktuell überfordert.

Dabei würde sich der Aufwand vermutlich lohnen: Seit Schließung des Militärgeländes regeneriert die Naturlandschaft: Heidekultur zieht selbst Seeadler und viele andere bedrohte Vogelarten an. Auch ein Wolfsrudel hat dort schon sein Jagdrevier. Zeichen, die Hoffnung spenden. Umweltschützer, engagierte Bürger und Sielmann-Stiftung wollen zeitnah eine rund 15 Kilometer lange Schneise vom Munitionsschrott räumen. Dort sollen Öko-Urlauber so bald wie möglich Natur pur genießen dürfen.
Urlaub in der Region: Hotel am Untersee, hotel-am-untersee.de: Sommer-Urlaubspaket * M * 2 Tage 79,- inkl. Fahrrad und Ruderboot
Angesichts der Problemmasse vor Ort sind bisherige Initiativen nur "Tropfen auf den heißen Stein". Denn die tausende Tonnen schwere Hinterlassenschaft der Armeen des Warschauer Pakts ist auch mit massivem Personalaufgebot nicht in einem halben Jahr zu beseitigen. "Land und Bund sind gefordert, das hier vorhandene Potenzial zu erschließen", verlautet aus dem Kreis regionaler Umweltinitiativen. Sie wollen den alten Wurfplatz in einen Öko-Park der Superlative verwandeln: "Ein derart großes, zusammenhängendes Gelände dieser Art finden Sie nirgendwo in der Republik", betont man vor Ort.

Dietrich Hahn

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